Wie wähle ich am besten meine kostenlose Kreditkarte aus?

Welches ist die passende Kreditkarte? Angesichts der großen Auswahl und der individuell ganz unterschiedlichen Ansprüche an eine Master- oder VISA-Card, lässt sich diese Frage nicht mit einer klaren Empfehlung beantworten. Als Wegweiser dienen vielmehr einige allgemeingültige Tipps, worauf geachtet werden sollte, immer mit Blick auf die eigenen Wünsche.

Preisleistungsverhältnis

Wichtigstes Kriterium ist das Preisleistungsverhältnis. Die meisten Verbraucher legen den Fokus diesbezüglich ausschließlich auf die Jahresgebühr. Verständlich, denn es handelt sich um einen Posten, der augenscheinlich überschaubar ist. Doch auch hier lauern Tücken. Denn der Hinweis „kostenlos“ wird von den Banken und Kreditkartenunternehmen inzwischen unterschiedlich definiert. Es gibt kostenlose Kreditkarten, bei denen die Jahresgebühr dauerhaft entfällt. Das ist ideal und entspricht am ehesten dem Bild, das Verbraucher vom Begriff kostenlos haben. Auf der anderen Seite kann kostenlos aber auch bedeuten, dass die Kartengebühr lediglich die ersten zwölf Monate entfällt oder dass keine Jahresgebühr erhoben wird, wenn ein Mindestumsatz erzielt wird. Hier gilt: Wer die Karte nicht regelmäßig nutzt, etwa nur im Urlaub oder nur für den Notfall, sollte darauf achten, dass die Kreditkarte ohne Wenn und Aber kostenlos ist.

Transaktionskosten

Das heißt nicht, dass überhaupt keine Gebühren erhoben werden. Denn zur Jahresgebühr als fixem Kostenpunkt – sofern sie erhoben wird – gesellen sich unter Umständen Transaktionskosten. Das gilt zum Beispiel für Kreditkartenzahlungen im Ausland oder Bargeldverfügungen an Automaten. Teils kann weltweit kostenfrei Geld abgehoben werden, mal nur in Europa. Auskunft darüber geben die Gebührenkataloge der Anbieter. Welche Lösung am günstigsten ist, richtet sich letztlich danach, wie und wo die Karte zum Einsatz kommt. Weitere Kosten in Form von Zinsen entstehen, wenn die Kreditrechnung in Raten getilgt und nicht auf einen Schlag bezahlt wird.

Kreditkarten mit Mehrwert

Um das beste Preisleistungsverhältnis zu ermitteln, fehlt noch das Leistungsspektrum. Auch hier warten die Anbieter mit ganz unterschiedlichen Lösungen auf. Die reine Kreditkarte verfügt nur über eine Zahlungsfunktion. Sie wird von einigen Banken um Versicherungen ergänzt, deren Bedingungen sehr genau studiert werden sollten. Oder aber es werden Rabatte eingeräumt, beim Tanken, in Hotels, bei Mietwagenfirmen oder auch im Reisebüro. Sinn machen derlei Mehrwerte jedoch nur, wenn sie später auch in Anspruch genommen werden – zumal die meisten Zusatzleistungen mit einer höheren Jahresgebühr einhergehen.

Karte mit oder ohne Girokonto

Der letzte Punkt auf der Liste, der bei einem Kreditkartenvergleich relevant ist: Handelt es sich um eine separate Kreditkarte oder um eine Kombination aus Girokonto plus VISA- oder MasterCard? Denn ist die Karte an ein Girokonto gekoppelt, können dadurch unter Umständen weitere Kosten entstehen, zum Beispiel für die Kontoführung.  Zudem wünscht nicht jeder ein weiteres Konto, das für die Kreditkartenabrechnung stets über eine ausreichende Deckung verfügen muss, um nicht ins Soll zu rutschen und mit hohen Dispositionszinsen belegt zu werden.